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Jahreshauptversammlung des DRK Söllingen: Verzicht - Online - Dank

Am 26. März 2021 blickte der Ortverein auf ein besonderes Jahr zurück – eine veränderte Welt. Nach 128 Jahren Vereinsgeschichte fand die erste Jahreshauptversammlung online statt.

Zu Beginn die stille Ehrung der Verstorbenen, im Besonderen galt das Gedenken der wenige Tage zuvor verstorbenen Kameradin „Oma Anne“. 

Im Jahr 2020 wurde vieles vertraute auf einmal „außergewöhnlich“. Man musste die Rotkreuzarbeit in gewohnter Weise – Ausbildung, Sanitätsdienste und Veranstaltungen – leider massiv reduzieren und stattdessen standen Themen wie Hygienekonzepte, Risikogruppen und Online-Veranstaltungen auf der Tagesordnung der Vorstandschaft, die es galt zu meistern. Und das hat der Verein auch geschafft: schnell hat man eine Lösung gefunden, um online die Übungs- und Jugendabende anzubieten an der sogar Mitglieder, die im Ausland leben nun die Möglichkeit haben ein wenig am Vereinsleben teilzuhaben. Auch wenn dies die Gemeinschaft und das kameradschaftliche Zusammenkommen nicht ersetzen kann und allen fehlt. Die Rotkreuzler wirkten zudem weiter am Ausbau des DRK-Heims. Ein Etappen-Erfolg konnte erzielt werden: das fertige Luisen Stüble im Herzen des Gebäudes wartet nun geduldig auf „Leben“ im Haus. 

Eine wichtige Errungenschaft, das neue Einsatzgruppenfahrzeug (EGF), konnte dank der Rücklagen Realität werden. Auch die Sanitätsbereitschaft und Notfallhilfe hat neue Notfallrucksäcke auf dem Rücken und erweitertes Übungsmaterial in der Hand. 

Über den alljährlichen Spendenbrief, zweckgebundene Zuwendungen und das Tannenbaumärktle dufte sich der Ortsverein über einige Spenden freuen. Über eine nur leicht rückgängige Mitgliederzahl von 327 berichtete zweiter Vorstand Hannes Grötschel. Die Rücklagen wurden durch das neue Fahrzeug, einige Anschaffungen und weitere Sanierungen um einen großen Teil reduziert. «Ohne die Feste bleibt der Kontoabschluss 2020 negativ“, gab Kassier Alexander Frei bekannt.

Die Bereitschaft blickt mit derzeit 31 aktiven Helfern auf ein ruhiges, aber ebenfalls schwieriges Jahr zurück. Die Fortbildungen wurden so gut es ging per Video angeboten, es gab nur wenige Sanitätsdienste und Einsätze. „Erfreulich sind die weitgehend konstanten Blutspende-Ergebnisse“, so Simon Maag stellv. Bereitschaftsleiter. Trotz der Ablaufumstellung unter Schutzkonzept trugen die Blutspender an den drei Terminen in Summe über 300 Konserven zusammen.  

„50 Jahre JRK“ feierten die Kinder mit Muffins zu Hause und malten Bilder woraus eine Collage zur Erinnerung entstand. Kreative „Homeoffice-Pakete“ wie diese und aufwendig gestaltete Online Gruppenstunden brachten dennoch ein Gefühl von Teamarbeit. Die humanitäre Weltreise mit Bär Paul ließ die Kinder Neues rund um den Globus entdecken. 

Gewählt wurde per Chat-Handzeichen Hans-Jürgen Teves als zweiter Kassenprüfer, weitere Ämter waren nicht zu wählen. Die Ehrungen werden zu gegebener Zeit nachgeholt. 

Das DRK konnte mit kreativen Ideen doch kleine Freuden schaffen oder für den Verein lebensnotwendige Spenden sammeln. „Unser Dank gilt den Partnern und Familien unserer Aktiven, Mitglieder, Freunden, der Gemeinde, Firmen und Vereine und direkte Nachbarn die uns unterstützten“, so Vorsitzender Günter Maag. Auch Jugendleiterin Ulla Stefan fand treffende Worte mit einer Analyse zum Wort „DANKE“: „Die 5 Buchstaben sind ein Zauberwort für Respekt, Aufmerksamkeit und Wertschätzung.“ Das wünschen wir allen. 

12. April 2021 21:35 Uhr. Alter: 26 Tage